Auf dem wirklich schönen Biberacher Marktplatz steht ein Esel, den man schon von Weitem erblicken kann.
Auf dem Marktplatz der Stadt Biberach an der Riß stehen einige wichtige Sehenswürdigkeiten und auch der Marktplatz selbst ist ein Hingucker, im Schatten der Kirche und des Rathauses. Dabei ist der Esel, der auf einer Stange reitet, nicht zu übersehen. Der Esel ist ein Hingucker, denn er ist ein Kunstwerk des Künstlers Peter Lenk.
Der Marktplatz in Biberach soll schon im 12. Jahrhundert entstanden sein und wurde um die Jahrtausendwende renoviert. Am Kopf des Platzes beim Rathaus steht ein schön verzierter Brunnen, auf dem eine erhabene Figur thront. Diese Figur zeigt einen Ritter, der am Arm das Wappen der Stadt trägt. Wie man vermuten kann, ist auf dem Wappen ein Biber auf blauem Grund abgebildet.
Ein berühmter Einwohner der Stadt war Christoph Martin Wieland. Er war ein Schriftsteller, der eine Geschichte schrieb (Die Geschichte der Abderiten), die an “Des Esels Schatten” aus der Antike angelehnt ist. Im Plot der Geschichte geht es um einen Rechtsstreit wegen des Schatten des Esels.
Das Kunstwerk, das mit den handelnden Personen einen Esel in der Form ausmacht, ist nur von einer Seite zu begutachten. Der Künstler, der den Esel im Jahr 2000 erstellte, ist der Bildhauer Peter Lenk.
Der geborene Nürnberger ist durch seine Kunstwerke in ganz Deutschland bekannt. Er erschuf die Imperia in Konstanz, das Triptychon Ludwigs Erbe (im Zollhaus Ludwigshafen am Bodensee) oder den Konstanzer Triumphbogen. Auch in Berlin hinterließ der Künstler seine Spuren am Gebäude der Tageszeitung TAZ. Dort sieht man einen überdimensionierten Penis. Viele seine Kunstwerke spielen mit den erotischen Verboten unserer Zeit und haben einen kritischen Impetus. Der Künstler nimmt auch kein Blatt vor den Mund, wenn es darum geht die politsichen Akteure und Akteurinnen zu kritisieren – mit den Mitteln der Kunst eben. Das macht die Besonderheit dieser Kunstwerke aus, wie ich finde. Diese Art finden nicht alle, aber die meisten Schwaben und Schwäbinnen gut.
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