Burgstall Unterharprechts
Der Burgstall Unterharprechts liegt auf einem Hügel in der Senke südlich des Gotrazhoferner Stausees.
Ein bewaldeter Hügel erhebt sich rund zehn Meter über einer Aue der Unteren Argen. Auf dem Hügel stand einst eine Burg, was durch einen Merkt’schen Gedenkstein markiert ist.
Ein im Osten abfallender Hügel führt ins Argental, wo bis zum Ende des 18. Jahrhunderts noch das Wasser plätscherte. Heute ist dort eine Aue, die vom Argen-Wasser umschlungen ist. Nach Norden befindet sich ein Tobel mit einem Bach. Zu den beiden anderen Richtungen zogen sich zwei Wälle und zwei Gräben um die Burg, die in der Höhe etwa drei Meter ausmachten. Diese Unebenheiten waren schon im 19. Jahrhundert ausgeglichen worden. Wobei man noch heute einige Mulden erkennt.
Diese Bedingungen formten ein dreieckiges Gelände, auf dem einst die Burg Harprecht stand, die mit 25 Meter auf 30 Meter nicht sehr groß war. Die Burg könnte als Verteidigungslinie entlang der Argen gedient haben. Leider sind weder das Aussehen noch Jahreszahlen zur Errichtung oder Abriss bekannt.
Der Legende nach soll hier ein römisches Kastell gestanden haben, wofür es aber ansonsten keine Belege gibt. Eine weitere Sage lautet, dass es hier einen unterirdischen Gang zur Burg Neidegg gegeben haben soll.
Die Burg war mutmaßlich der Sitz des Adels von Harprecht. Dabei handelte es sich um Edelfreie, die im Dienst des Grafen von Veringen standen. An dem kleinen Ort war auch das Kloster Isny begütert. Die entsprechende Urkunde von 1171 weist Adalbert und dessen Kinder Adelbert, Agilwart und Gertrud (von Gottlinishofen) von Harprecht aus. Der Graf hatte hier weitere Ministeriale unterhalten: Heinrich von Christanichofen und dessen Söhne Rudolph und Ottaker und einen Walther von Sommersbach. Noch 1279 werden die Herren Petrus und Andreas von Harprecht als Zeugen für eine Urkunde mit dem Adel von Trauchburg erwähnt.
Die Besitzungen derer von Harprecht wurden im Laufe des 14. Jahrhunderts zergliedert. 1333 kam Heinz der Maier und 1367 Rudolf von Neidegg an Güter des Orts. Möglicherweise ist der letzte bekannte Vertreter der Linie von Harprecht der Konrad der Fryge von Oberharprechts.
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