Fänkisches Fachwerk Meßkirch
Eine Seltenheit fränkischer Fachwerkskunst ist das Haus Brecht in Meßkirch.
Wer in Meßkirch ist, sollte sich auch Zeit für einen Besuch der Konditorei Brecht nehmen oder zumindest ein Blick auf das schöne Fachwerk richten.
Das Fachwerk sind die Verstrebungen aus Holz, die dem Haus seinen Halt geben. Die Zwischenräume wurden meist mit Lehm oder anderen Materialien gefüllt. Angefangen von der Antike über das frühe Mittelalter bis in 19. Jahrhundert (ein Beispiel dafür steht in Ailingen) baute man in weiten Teilen Europas so.
Das Fachwerk ist in vielen Städten Oberschwabens noch zu bestaunen, fast jede Altstadt bietet einen derartigen Blick. Es zeugt von der Handwerkskunst unserer Vorfahren, die in der Art fast über fast ganz Europa verteilt war. Daraus ergaben sich aber auch regionale Unterschiede, die von Laien kaum auszumachen sind.
Im 15. Jahrhundert begann man das Fachwerk verstärkt zu schmücken, sei es über die Anordnung der schrägen Hölzer oder der Musterung oder dem Einlassen von Bildern oder Wörtern. Zu diesem Zeitpunkt gibt es drei Strömungen: das niedersächsische Fachwerk (Niedersachsenhaus), das alemannische Fachwerk, das hierzulande bis ins Elsass anzutreffen ist, und das fränkische Fachwerk, das von Thüringen bis an den Rhein vertreten war. Das Haus Brecht in Messkirch ist fränkischer Bauart, was in unserer Region relativ selten ist und damit ein Ausflugsziel für vor allem Fachleute ist.
Das Haus Brecht wurde 1456 erbaut und besteht aus verziertem fränkischem Fachwerk. Es wird auch in einem führenden Buch über den Fachwerkbau erwähnt: “Bindings Kleine Kunstgeschichte des deutschen Fachwerkbaus”. Das Haus, das vier Etagen hoch reicht, ist heute vor allem ein Café, wo es leckere Kuchen und Torten gibt. Auch der Kaffee im Café Brecht schmeckt hervorragend. Damit lässt es sich schön vor dem Café sitzen und man kann die Stadt auf sich wirken lassen.
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