Blick in den Hirschgraben Biberach
Wer nach Biberach kommt, muss auf den Gigelberg hinauf und dort auch den Hirschgraben sehen.
Zwischen dem Tal der Stadt Biberach und dem Gigelberg liegt der Hirschgraben mit seiner Schillerhöhe. Ein schöner Ort zum Ausruhen, den Blick schweifen lassen oder zur Naturbeobachtung.
Einst war der Hirschgraben Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung. Während der Fluss Riß mit einem breiten Graben vor Einfällen über die Stadtmauer schützte, wurden am Gigelberg Gräben ausgehoben. Der Name des Hirschgrabens rührt vom Wildbestand her, der sich im Graben breitmachte.
Der Hirschgraben ist der Rest der ehemals ausgedehnten Stadtbefestigung am Gigelberg. Die Gräben wurden mit viel Körperkraft geschaffen, wofür man sich durch die kiesige Erde grub. Das Kies wurde mit der Rißeiszeit vor 300.000 Jahren mit dem Schmelzwasser abgelagert. Außerdem findet sich hier viel Kalk, der über die Jahrtausende ausgelöst und sich im unteren Bereich wieder verfestigte. Diese Zusammensetzung, genannt Nagelfluh, vermengt sich zu einer Art natürlichem Zement, der den Grund für die Stadtbefestigung bot.
Weite Teile der Gräben der Stadtverteidigung wurden nach der Säkularisierung verkauft, denn die Stadt musste sich seiner Kriegsschulden entledigen. Aus den Gräben wurden so Gärten, nur der Hirschgraben bleib erhalten. Im Jahr 1861 wurde eine Holzbrücke über den Hirschgraben gebaut. Inzwischen sichert eine moderne Brücke den Übergang.
Am Hirschgraben entstand eine Nische für die Natur. Hier gediehen und gedeihen Stauden, Bäume, Farne, Flechten und es ist eine Heimat für verschiedene Vogelarten. Zu den beobachtbaren Vögeln gehören beispielsweise der Buntspecht mit seinem Klopfen und der Zaunkönig mit seinem kräftigen Gesang. Zu der Florawelt des Hirschgrabens zählen die Sulcat- und die Gelbflechte, welche Indikatoren für die Umweltbelastung ist, da ihr Wachstum mit dem Schwefeldioxid- bzw. Stickstoffgehalt der Luft zusammenhängt. Des Weiteren findet man beispielsweise den Rauchporlingpilz an geschlagenen Rotbuchen oder die Mauerraute – ein Farn, der auch aus Mauern sprießt.
Der Blick vom Gigelberg reicht über weite Teile von Biberach und das Risstal. Die Schillerhöhe lockt aber nicht nur mit der Aussicht, sondern auch mit einem Kräutergarten. An der Mauer befindet sich zudem ein Denkmal für die Vertriebenen.
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