Die katholische Kirche St. Laurentius in Oggelshausen ist eine relativ junge Kirche im Stil der Neogotik.
Die Kirche in Oggelshausen liegt nicht im Zentrum, sondern auf dem Weg zum Federsee-Rundweg. Von der Anhöhe der Kirche erhält man einen Blick über das flache Ried des Federsees bis nach Bad Buchau, wo die dortige Kirche hervorsticht.
Bekannt ist, dass der Federsee und das Gebiet drum herum wegen seines Nahrungsangebots schon in der Steinzeit bis zu den Kelten und Alamannen beliebt war. Damals war der Federsee aber deutlich größer.
Die Anhöhe auf der die Kirche steht, war wohl der Ursprung der Ortschaft, denn hier stand einst auch eine Burg. Zu der Burg gehörte wohl auch die ursprüngliche Kirche. Der ansäßige Adel war hier spätestens seit dem 11. Jahrhundert anwesend, die Burg ging aber im 14. Jahrhundert ab, damals unter der Herrschaft derer von Warthausen.
Die Kirche im südlichen Teil der ehemaligen Burganlage wurde erstmals 1275 erwähnt, damals die Pfarrei Sankt Lorenz. Recht sprachen hier bis 1365 die Herren von Muschenwang, ab dem Jahr übernahm das Kloster Schussenried die Schutzherrschaft über die Pfarrkirche. Zu jener Zeit kamen weitere Pfarreien zum Patronat Schussenried, wie Wintersttendorf, Reichenbach, Stafflangen, Eggatsweiler, Eggmannsried, Steinhausen-Muttensweiler, Allmannsweiler, Attenweiler, Otterswang, Eberhardzell und Michelwinnaden.
Das war noch im 14. Jahrhundert. Zum Ende des anschließenden Jahrhunderts, wurde die Kirche den Heiligen Sankt Lorenz und Agatha geweiht. Im 16. Jahrhundert wurde die Kirche im Stil der Spätgotik renoviert und dann barockisiert. Doch davon sieht man heute nichts mehr.
Heute ist die Kirche, vom Turm abgesehen, eine neogotische Kirche. Neogotik war der Stil des 19. und 20. Jahrhunderts. Damals im Trend des Nationalstaates nahm man an, das wäre eine deutsche Errungenschaft. Jedoch irrte man sich hierzulande, die Goten waren in Frankreich und Spanien zu verorten. Der Neubau begann 1901 – die Kirche musste vergrößert werden. Im Kriegsjahr 1914 wurde die Kirche bunt bemalt, was man heute noch sehen kann.
Der Turm stammt vermutlich aus dem 16. Jahrhundert, genauer aus dem Jahr 1525 – im Bauernkrieg. Das ist zwar die Zeit der Spätgotik, jedoch ähnelt der Turm mehr dem Stil der Romanik. Daher könnte die Konstruktion auch älter sein.
Die Neogotik äußert sich im Inneren als auch am Äußeren, die Strebebögen und das Kreuzgewölbe veranschaulichen es gut. Neben den bunten Bogeneinfassungen imponieren vor allem die Heiligen an den Seiten. Der Altar ist ebenfalls im Stil der Neogotik gestaltet worden und ist ebenso ein Hingucker.
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